"Lesen bildet"... hinter diesem recht aussagekräftigen Stichwort verbarg sich eine Überraschung. Heinz D., Jahrelang Leiter des deutschen Beach Boys Fanklubs, bot seine Bücher-Sammlung an. Zum symbolischen Preis von 10 Euro plus Porto. Natürlich ein wirklicher Schnäppchenpreis wenn man davon ausgeht, dass darunter Schätze wie das von Autor David Leaf handsignierte und vergriffe "The Beach Boys and the California Myth" inkludiert war (nur um das noch zu erwähnen: Bei Amazon.com wird das unsignierte Buch derzeit zwischen 500 und 1000 US-Dollar von Dritthändlern angeboten). Ich musste da natürlich sofort zuschlagen und nahm Heinz gezählte 5 Bücher ab.
Weitere Leute meldeten sich um von diesem Angebot zu profitieren, darunter auch Sascha H. aus B. Er war so "frei", Heinz eine weitere "handvoll" Bücher abzunehmen, ebenfalls zu diesem Vorzugspreis. 40 Euro Porto von Heinz vorgestreckt - Sascha H. aus B. hielt es bis heute aber nicht für Nötig, die Portokosten rückzuerstatten bzw. den symbolischen "10er" dazuzuaddieren.
"Beach Boys Trades" sind weltweit auf Vertrauen aufgebaut. Vertrauen, dass A etwas hat das B möchte, und beide Ihre Vereinbarung erfüllen. Freundschaften sind dabei schon entstanden, Kontakte in fremde Länder, in denen man ein Buch, eine CD, eine DVD getauscht hat. Alles auf Vertrauen. Leider musste ich erkennen, dass es in letzter Zeit immer öfter Menschen gibt, die sich daran nicht halten. Und diese sitzen vermutlich zu Hause, lachen sich ins Fäustchen, weil A davon ausging, dass B in Ordnung ist und ohne Vorkasse etwas schickt.
Meine "schlechte Erfahrung" beim Traden hatte ich vor drei Jahren, obwohl ich nur am Rande involviert war. Paul J aus B (Name geändert), den ich persönlich kannte, bat mich damals für ein Tauschgeschäft meine Adresse angeben zu dürfen. Denn er könne das Paket nicht entgegen nehmen, deshalb wäre der Umweg über mich besser. Ich dachte mir nichts dabei. Ein Paket mit meinem Namen adressiert kam auch wirklich bei mir. Erst dort kam ich dahinter, dass Paul J aus B. seinen Tauschparnter "gelinkt" hatte. Zum zweiten Mal. Beim ersten Mal hatte er mit einer fingierten Tausch-Liste mit Dingen, die er gar nicht hatte, mit einem Amerikaner ein Tauschgeschäft ausgehandelt. Der sandte die Sachen an Paul J. aus B., Paul J. aus B. schickte aber nie etwas zurück. Da er diese Nummer noch einmal abziehen wollte, benötigte er einen "neuen Namen" und eine neue Adresse - meine. Und das Spielchen wiederholte sich. Der einzige Negativaspekt dabei? Dass jemand aus der Beach Boys Fangemeinde unter meinem Namen gelinkt wurde.
Wirklich schade. Ich habe einige Beach Boys Konzerte erlebt, ich habe Brian Wilson erlebt. Fremde Menschen erfreuten sich an der Musik, begannen miteinander zu sprechen, zu tanzen. Das selbe passierte auch beim Tauschen. Man dachte "wenn der auch Beach Boys Musik mag, kann das kein schlechter Mensch sein". Die Zeiten haben sich geändert - und wie!
1 Kommentar:
Da stimme ich voll zu, eine Riesensauerei, so was macht man generell nicht, schon garnicht unter Beach Boys Freaks. Und unseren lieben Heinz zu linken wegen dem Porto....unfassbar !!
Das kenne ich SO nicht, auch nicht von unseren Meetings, da ging es immer sachlich und fair zu !!
Carl Regenberg, California Saga
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